Eine alte Hofstelle im historischen Ortskern von Bippen
Ein Hof.
Viele Generationen.
Hof Bramsche verbindet erhaltene Baugeschichte, Familienerinnerungen und über zwei Jahrhunderte sichtbaren Wandel. Ein Ort zum Wohnen, Begegnen und Erinnern – bis heute in Familienhand.
Die drei Mietwohnungen auf dem Hof sind derzeit vollständig belegt.
Hof- und Familienchronik
Geschichte, die weiterlebt
Hof Bramsche liegt an der Hauptstraße 18 in Bippen. Das historische Wohn- und Wirtschaftsgebäude wird als Einzeldenkmal geführt. Die erhaltene Hoflinie lässt sich in den vorhandenen Unterlagen bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen; innerhalb der Familie gibt es Hinweise auf eine noch deutlich ältere Geschichte.
1823 · 1832 · 1837
Die Baugeschichte des heutigen Hofes
Die aktualisierte Chronik unterscheidet die bekannten Daten bewusst: 1823 ist an den alten Eichenschränken erhalten, 1832 wird in der Familienchronik mit dem Bau des Erbwohnhauses verbunden und am Dielentor steht der 1. Mai 1837.
Die alten Eichenschränke
Die Jahreszahl 1823 befindet sich an zwei alten Eichenschränken. In einem Geheimfach wurden Anfang der 1990er-Jahre historische Familien- und Hofunterlagen wiedergefunden.
Bau des Erbwohnhauses
Die erhaltene Familienchronik nennt bei Heinrich Johann Bramsche sive Kottmann ausdrücklich den Bau des Erbwohnhauses im Jahr 1832.
Dielentor & Bauzeugnis
Die historische Dielentoreinfahrt trägt die Datierung „Anno 1837 d. 1 May“. Sie ist bis heute eines der unmittelbarsten Zeugnisse der Baugeschichte.
Die Hofstelle selbst ist älter als das heute sichtbare Gebäude. Gerade das macht ihre Geschichte so spannend: Vieles ist bekannt – und manches wartet noch darauf, wiederentdeckt zu werden.
Leben auf dem Hof
Mehr als Landwirtschaft
Landwirtschaft & Tiere
Über Generationen prägten Viehhaltung, Stallungen und Heuerleute das Hofleben. 1975 endete die aktive Landwirtschaft – Tiere gehörten jedoch weiterhin selbstverständlich zum Hof.
Wohnen & Erhalten
Nach der Übernahme durch Heinrich und Ilse Bramsche im Jahr 1975 wurden Gebäude, Leitungen, Gärten und Außenbereiche über viele Jahre erneuert. 1989 entstanden in ehemaligen Stallbereichen drei Wohnungen.
Begegnung
Fischerhütte, Hobbybasar, Ilses Hofladen, Radioarbeit und der Maiburger Hexenmarkt machten den Hof immer wieder zu einem Ort für Familie, Freunde, Gäste und Besucher.
Aus dem Familienarchiv
Der Hof in früherer Zeit
Historische Aufnahmen bewahren nicht nur das Erscheinungsbild des Hofes, sondern auch Details, die sich im Laufe der Jahrzehnte verändert haben. Sie bilden deshalb einen wichtigen Teil der fortlaufenden Hofchronik.
Aus der Gesamtchronik
Stationen der Hofgeschichte
Eine Auswahl der bisher bekannten Eckdaten. Die Chronik bleibt ausdrücklich eine fortlaufende Arbeit.
Erhaltene Hoflinie
Gerd Henrich Bramsche ist in der erhaltenen Familienchronik als Colon in Bippen verzeichnet.
Datierung der Eichenschränke
Die alten Schränke tragen diese Jahreszahl; später wird in einem Geheimfach ein Teil der Hofunterlagen wiederentdeckt.
Erbwohnhaus und Dielentor
1832 nennt die Familienchronik den Bau des Erbwohnhauses; am historischen Dielentor ist die Datierung von 1837 bis heute erhalten.
Elektrischer Strom
Der Hof erhält elektrischen Strom – eine grundlegende Veränderung des Alltags.
Zeit der Verpachtung
Die Familie zieht nach Bockraden; die Bippener Hofstelle wird mehr als zwei Jahrzehnte verpachtet.
Rückkehr & Erneuerung
Heinrich und Ilse übernehmen den Hof und beginnen mit umfangreichen Erneuerungen.
Teich & Fischerhütte
Ein großer Teich löst ein Entwässerungsproblem; der frühere Hühnerstall wird zur Fischerhütte.
Neue Wohnnutzung
Ehemalige Stallbereiche werden zu drei Wohnungen umgebaut.
Ferienwohnung
Eine der drei Wohnungen wird zunächst als Ferienwohnung genutzt; die beiden anderen sind dauerhaft vermietet.
Dauerhafte Vermietung
Seit dem Ende der Ferienvermietung werden alle drei Wohnungen dauerhaft als Mietwohnungen genutzt.
Hobbybasar & Ilses Hofladen
Der Hof öffnet sich erneut für Besucher; besonders der sonntägliche Hofladen bleibt vielen in Erinnerung.
Radio im Haupthaus
Radio Marburg e. V. ist zeitweise im Haupthaus untergebracht und verbindet den Hof mit einem weiteren Kapitel lokaler Medienarbeit.
Maiburger Hexenmarkt
Der historische Hof wird zum Veranstaltungsort und zieht zahlreiche Besucher nach Bippen.
Bewahren und weiterführen
Die Erbengemeinschaft führt das Hofprojekt weiter. Die Wohnungen sind aktuell vollständig belegt; zugleich wird die Hofgeschichte fortlaufend um Erinnerungen, Bilder und gesicherte Erkenntnisse ergänzt.
Wohnen auf Hof Bramsche
Historisches Umfeld. Dauerhafte Wohnnutzung.
1989 wurden ehemalige Stallbereiche zu drei Wohnungen umgebaut: zwei Wohnungen mit jeweils ungefähr 52 m² sowie eine Wohnung mit ungefähr 100 m². Eine Einheit wurde bis etwa 1995 als Ferienwohnung genutzt. Seitdem sind alle drei Wohnungen dauerhaft vermietet.
Die Wohnnutzung gehört damit seit Jahrzehnten zur jüngeren Geschichte des Hofes und verbindet historische Bausubstanz mit dem heutigen Leben auf der Hofstelle.
Hof Bramsche heute
Ein historischer Ort in Familienhand
Heute wird Hof Bramsche von der Erbengemeinschaft Familie Bramsche weitergeführt. Ziel ist nicht die Rückkehr zur Landwirtschaft früherer Jahrzehnte, sondern der Erhalt der Hofstelle, eine sinnvolle Weiterentwicklung und die Bewahrung ihrer Geschichte für kommende Generationen.
Auf dem Grundstück begegnen sich viele Epochen: das historische Wohn- und Wirtschaftsgebäude, ehemalige Stallungen, die heutigen Wohnungen, Fischerhütte, Teich, Wiesen, alte Bäume, jüngere Pflanzungen und zahlreiche persönliche Erinnerungsorte.
Kontakt
Hof Bramsche
Erbengemeinschaft
Familie Bramsche